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Uhrenmarke Tissot

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Kaum eine andere Uhrenmarke vereint so viele Aspekte der Uhren-Herstellung wie Tissot. Der absolute Renner in den Verkaufszahlen ist das Modell "T-Touch", unter deren als Berührungssensor ausgeführtem Glas nicht nur ein Quarzuhrwerk, sondern auch ein Kompass, Höhenmesser, Thermometer und Wecker ihren Präzisionsdienst verrichten.
Bei Tissot ist die Mischung aus Tradition und Fortschritt durchaus kein Widerspruch. Man war schon immer darauf erpicht, technische Entwicklungen aufzugreifen, moderne Fertigungsmethoden einzuführen und somit im Laufe der Firmengeschichte häufig Mitbewerber und Kunden mit Neuheiten zu überraschen, die man einer Marke mit "altmodischen" Taschenuhren und biederen "Konfirmationsuhren" im Lieferprogramm gar nicht zugetraut hätte.
Indes verrät ein etwas intensiveres Studium der Firmengeschichte, dass gerade Tissot schon immer zu den innovativsten Uhrenherstellern gehörte und auch vor Tabubrüchen nicht zurückschreckte, wie beispielsweise auf technischer Ebene der Einführung von Kunststoffuhrwerken oder im Design durch eine Zusammenarbeit mit Ettore Sottsass, der das Thema "Armbanduhr" für Tissot neu definierte.
Der in jüngster Zeit von Tissot gewählte Slogan "Innovators by Tradition" bringt es auf den Punkt:
Tissot steht in der Tat seit über 150 Jahren für Innovation, ungewöhnliche Ideen und Erfindungsgeist - aus Tradition.
Die Zielgruppe der Marke Tissot möchte nicht auf die Qualität einer alten Schweizer Uhrenmarke verzichten. Tissot produziert fast zwei Millionen Uhren pro Jahr, die in rund 15.000 Geschäften weltweit zu Preisen zwischen 99 und 3000 Euro verkauften werden.
Der Anteil von Uhren mit mechanischen Werken liegt bei rund 20% des Tissot-Sortiments. Die Marke gehört also nicht nur wegen der produzierten Gesamtzahl an Uhren zu den großen Schweizer Herstellern, sondern hat auch eine der größten Produktionen von mechanischen Uhren.
Tissot war und ist wie zahllose andere Schweizer Uhrenmarken:
Man unterhält, zum Teil in Kooperation mit anderen Unternehmen der Swatch Group (früher SMH), eigene Abteilungen für Entwicklung und Produktplanung und kauft die für die vorgesehenen Modelle notwendigen Komponenten von spezialisierten Herstellern ein, die zumeist wiederum zu einer Gruppe gehören.
Die alte Marke hat aber schon immer eine hohe Fertigungstiefe in den eigenen Fabrikationsanlagen unterhalten und den Zulieferern ein beachtliches Maß an Flexibilität und Erfindungsgeist abverlangt.
Tissot-Innovationen bestanden nämlich nicht darin, noch einen weiteren Mechanismus für einen ewigen Kalender zu konstruieren, ein Großdatum oder etwa neue Hemmungen zu bauen, die Bewährtes ablösen sollen.
Vielmehr scheint die Maxime der Marke Tissot gewesen zu sein, mit der Zeit zu gehen, dabei aber Entwicklungen nicht nur zu folgen, sondern Trends zu setzen und praktische, sinnvolle Produkte anzubieten, die auch für Kunden mit kleinerem Geldbeutel erschwinglich sind.

(Text und Tabelle stammt aus dem Sonderdruck "Armbanduhren" 2/03)

 
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